Die Kamera-App auf Android-Geräten bietet mehr als nur einen Auslöser für Fotos und Videos. Wer die einzelnen Bedienelemente und die versteckten Einstellungen kennt, holt spürbar mehr aus Aufnahmen heraus – egal ob sie später als Diashow auf einem Fernseher laufen oder über eine App verschickt werden.
Die wichtigsten Bedienelemente der Kameravorschau
Der Auslöser sitzt unten in der Kameravorschau und funktioniert unabhängig vom aktiven Modus. Hältst du ihn gedrückt, startet meist direkt eine Videoaufnahme, ohne dass du vorher in den Video-Modus wechseln musst.
Über die Miniaturansicht der letzten Aufnahme gelangst du direkt zum zuletzt geschossenen Foto oder Video, ohne die Galerie separat zu öffnen. Von dort aus lässt sich die Aufnahme bearbeiten oder teilen.
Mit der Kamera-Wechseltaste springst du zwischen Haupt- und Frontkamera – praktisch für Selfies, ohne die App neu zu starten. Zum Heranholen entfernter Motive ziehst du zwei Finger auf dem Bildschirm zusammen oder auseinander, alternativ tippst oder hältst du das Zoom-Symbol und wischst nach links oder rechts.
Kameramodi und erweiterte Funktionen
Am unteren Rand der App liegen die verfügbaren Kameramodi als Schnellauswahl. Je nach gewähltem Modus stehen zusätzliche Funktionen wie Zeitlupe oder Zeitraffer bereit, sichtbar über die Umschaltung zwischen Foto- und Video-Modus.
Damit die Oberfläche nicht überladen wirkt, sind seltener genutzte Optionen wie Blitz, Selbstauslöser oder das Seitenverhältnis in einem separaten Menü für erweiterte Funktionen untergebracht. Welche davon verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Gerätemodell ab.
Aufnahmeeinstellungen für Foto und Video
Je nachdem, ob du im Foto- oder Video-Modus arbeitest, lassen sich weitere Parameter anpassen – manche Nutzer sprechen hier vom „Profi-Modus“. Dazu zählen Weißabgleich, Helligkeit, Belichtung und bei Videos die Aufnahmegeschwindigkeit. Eine Nachtsicht passt Helligkeit und Weißabgleich automatisch an schwache Lichtverhältnisse an, sofern das Gerät diese Funktion unterstützt.
Blitz, Top-Foto und Selbstauslöser im Detail
Der Blitz hellt die Umgebung bei schwachem Licht auf und findet sich zusammen mit der Nachtsicht im erweiterten Menü. Manche Modelle bieten zusätzlich eine Top-Foto-Auswahl: Dabei nimmt die Kamera kurz ein Video auf und lässt dich anschließend über Bearbeiten ➔ Bewegung den besten Frame als Foto exportieren.
Für Gruppen- oder Familienfotos eignet sich der Selbstauslöser mit einer Verzögerung von 3 oder 10 Sekunden. Nach dem Antippen des Auslösers läuft der Countdown, danach löst die Kamera automatisch aus.
Seitenverhältnis wählen
Im Foto-Modus lässt sich zusätzlich das Seitenverhältnis festlegen. Je nach Gerät stehen Vollbild (4:3) oder Breitbild (16:9) zur Auswahl – Letzteres eignet sich besser, wenn die Fotos später als Diashow auf einem Fernseher laufen sollen.